Cem Özdemir: Der grüne Märchenonkel

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Özdemir hat einen ziehen lassen – Foto: Imago

Cem Özdemir hat sich zu Diesel, Greta und Tempolimit geäußert. Hier zunächst eine, von mir stark zur wünschenswerten Wahrhaftigkeit hin korrigierte dts-Meldung bezüglich dessen, was uns Cem Özdemir ursprünglich als seine Überzeugung anzudrehen versuchte. Danach bekommt er noch einen Brief von mir.

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Berlin – Der Vorsitzende grüne Märchenonkel des Bundestags-Verkehrsausschusses, Cem Özdemir (Grüne), hat die Art der Auseinandersetzung um Themen wie Dieselfahrverbote und Tempolimit kritisiert und dabei CSU und FDP seiner eigenen Partei Populismus vorgeworfen. „Wenn es ums Auto geht, ist die Debatte in Deutschland schnell emotional geführt, da sind alle mit Leidenschaft dabei“, sagte Özdemir dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Montagsausgaben). „Nehmen Sie das Tempolimit: Da reagieren ja einige in Deutschland geradezu völlig unzutreffend so, als wenn wir grünen Männerfeinde für Männer Keine Art amtlich verfügte Potenzminderung wollten.“
Er halte es zwar für „unabdingbar, dass wir jetzt endlich einmal breit wie wir Grüne gerne sind über Verkehrspolitik streiten“, fügte Märchenonkel Özdemir hinzu. „Große Sorge macht mir hingegen die Art und Weise, mit der sich aktuell manche in CSU und FDP in meiner Partei ideologisch gegen für Innovation und Fortschritt Schleicher und Mittelspurblockierer aufbäumen und dabei noch Applaus einfahren von den Populisten von ganz rechts links.“ In dem Zusammenhang beklagte der Grünen-Politiker auch die laschen Angriffe auf die 16-jährige schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg, die am Wochenende auch von CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak auf Twitter nicht verschärft kritisiert worden war.

„Dass manche nicht einmal davor zurückschrecken, ihr politisches Theater auf dem Rücken einer Schülerin auszutragen, spricht leider Bände. Tatsache ist doch: Wenn wir es heute nicht schaffen, die erfundene Klimakrise zu stoppen, dann werden unsere Kinder und Kindeskinder morgen die bitteren Konsequenzen nicht tragen müssen.“ Die „unfeine Empörungswelle, die nun durch das Internet schwappt“, zeige doch, dass Greta Thunberg den Finger in die Wunde gelegt nicht mehr alle Latten an ihrem Schwedenzäunchen habe.

„Sie ist keine Politikerin, sie ist noch viel zu jung, um als Teil irgendeines Establishments zu gelten zu dürfen. Sie folgt einfach ihrem Herzen und ihremr ungesunden Menschenverstand Vorliebe für Essen aus Plastikverpackungen. Das macht ihre Auftritte so stark unappetitlich– und für Klimaleugner nur den Broccoli auch für Grüne so schwer verdaulich.“

Er verstehe den Ärger mancher Auto BMW-fahrer über politische Versäumnisse die Schleicher und Mittelspurblockierer der letzten Jahre, sagte Özdemir. Was aber nicht gehe, sei „der Versuch, den nur allzu verständlichen Ärger der betroffenen Diesel BMW-fahrer umzulenken auf alle diejenigen, die auf saubere Luft angewiesen sind gerne noch schneller gefahren wären. Die gesetzlichen Grenzwerte von 130 km/h gelten nun schon seit mehr als neun Jahren nicht, sind es ist also keine Überraschung, auch nicht für Andreas Scheuer und Christian Lindner.“ Darum sei es „unerträglich, dass einige in deren Parteien bei den Grünen nun dem Populismus verfallen und fordern, mal eben das ein Recht auf saubere Luft einzufordern, anstatt Gesetze das Rechtsfahrgebot durchzusetzen. (Inspirationsquelle: dts)

Grüne „Kerosin-Katha“ Schulze: „Friday Is Flyday“ statt „Fridays For Future“ – Foto: Screenshot Facebook

Lieber Cem Özdemir,

jetzt üben wir zwei beide zusammen mal, was Ehrlichkeit ist. Gut aufpassen.

  1. Wir Grünen sind eine männerfeindliche Partei. Wir würden am liebsten alles verbieten, was Männern im Leben Spaß macht.
  2. Wir Grünen streiten niemals demokratisch für unsere Positionen, sondern wir pichen allen Andersdenkenden ein Klebezettelchen auf die Stirn, auf dem in einem Wort beschrieben ist, was für eine Art Drecksau der Andersdenkende jeweils ist – und begründen dann mit unseren selbstgeschriebenen Etikettierzettelchen, warum wir uns mit den Argumenten der Drecksau nicht auseinandersetzen müssen.
  3. Bestehende Gesetze interessieren uns einen Scheißdreck, wenn sie uns nicht gefallen.
  4. Wäre das in Punkt 3 anders, dann hätten wir uns längst für die Einhaltung der StVO stark gemacht, anstatt das lebensgefährliche, automobilistische Dilettanten- und Schnarchertum unter Artenschutz zu stellen.
  5. Wir wollen ein Tempolimit, weil wir das E-Auto propagieren. Ein Tesla S hält auf der Autobahn kein Rennen gegen einen 500er Benz lange durch. Wer E-Auto fährt, hat umso mehr Reichweite, je langsamer er fährt. Wir wollen nicht, daß sich E-Autofahrer vorkommen müssen wie unterprivilegierte Deppen, nur, weil sie sich von Besitzern billiger Dieselkutschen überholen lassen müssen.
  6. Natürlich wissen wir, daß Greta Thunberg ein ökologistisches PR-Produkt ihres geldgeilen Vaters ist, daß sie im Zug gern einen Haufen Plastikmüll hinterläßt und daß sie schwer einen an der Klatsche hat. Weil uns aber nicht gefällt, daß das so ist, behaupten wir einfach, Greta sei ein furchtbar schlaues Mädchen.
  7. Weil es hinsichtlich der Frage, ob stimmt, was jemand sagt, keine Rolle spielt, ob sich derjenige, der es sagt, auch selber danach richtet, fliegen wir Grünen gern viel. Ich zum Beispiel. Für ein paar Tage Urlaub nach Südamerika. Weil ich der grüne Cem Özdemir bin und die luftverpestenden Arschlöcher nicht. Bätschi!
  8. Wenn wir Grünen nach Waldsterben, Ozonloch und abschmelzenden Polkappen nicht einfach so weiterlügen wie die letzten 40 Jahre, wüssten wir selbst nicht mehr, was wir überhaupt noch sollen als Partei so – und müssten uns auflösen. Das können wir uns aber nicht leisten, weil Flugtickets nach Kalifornien und nach Südamerika sauteuer sind. Außerdem wäre das der Tod sämtlicher Geschlechter.
  9. Natürlich weiß ich, daß ein moderner Diesel, den man in Bangkok mit laufendem Motor parkt, dort als Luftreiniger arbeitet. Aber wir Türkschwaben wohnen schließlich nicht in Bangkok, sondern bei Stuttkok. Alle Menschen sind gleich, außerdem.
  10. Wir Grünen pissen auf die Realität der Gegenwart. Wir beschwören die Realität der Zukunft, so, wie wir sie gern hätten. Je weiter entfernt in der Zukunft das löbliche Ziel unseres Geschwätzes liegt, desto länger gibt´s Kohle für uns.
  11. Windräder kämpfen gegen das Patriarchat. Sie brechen dem stolzen Raubvogel die Flügel und hacken ihm den Kopf ab. Schon kann er dem grünen Mäuschen auf dem Boden nichts mehr antun. Daß außerdem jedes Jahr hunderttausende Fledermäuse draufgehen, ist uns wurscht, weil: Es heißt schließlich Batman und nicht Batwoman. Außerdem ist es schön, wenn die Landschaft aussieht, als hätte sie Warzen im Gesicht.
  12. Wir Grünen sind für die Demokratie doppelt nützlich, weil wir Regierung, Opposition und außerparlamentarische Opposition gleichzeitig sind. Erst genehmigen wir die Abholzung von „Hambi“ (Hambacher Forst) – und als nächstes protestieren wir dagegen, daß er abgeholzt wird.
  13. Wenn es uns Grüne nicht gäbe, würde die Arbeitslosenstatistik viel schlechter aussehen, weil kaum einer von uns irgendwo einen Job finden würde, außer eben in der Politik.

Nichts zu danken, lieber Cem Özdemir. Man hilft ja gern, wenn´s der Wahrheitsfindung dient. Und jetzt schön brav den Mund halten, Text auswendig lernen und nicht länger unangenehm auffallen, gelle? MfFY …

Wandere aus, solange es noch geht!
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